Löw streicht Quartett
29. Mai 2012 13:09:01 CET
Cacau wurde von Bundestrainer Joachim Löw aus dem Kader gestrichen.Bundestrainer Joachim Löw hat einen Tag vor Ende der Nominierungsfrist seinen 23-Mann-Kader für die Europameisterschaft bekannt gegeben. Nach der 3:5-Pleite gegen die Schweiz mussten mit Sven Bender, Julian Draxler, Marc Andre ter Stegen und Cacau vier Spieler ihre Koffer packen.

Die Einladung in den erweiterten EM-Kader war für mich schon ein Riesenerfolg.
Julian Draxler
Die Enttäuschung bei dem betroffenen Quartett war nach der Bekanntgabe des Kaders nicht zu übersehen. Besonders bei Cacau war die Entscheidung doch eher überraschend. Durch die Nichtnominierung des Stuttgarters reist Bundestrainer Joachim Löw nur mit zwei gelernten Sturmspitzen zur Endrunde nach Polen und der Ukraine.
„Es war mein großes Ziel, nach der WM in Südafrika auch bei der EURO 2012 für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen zu dürfen. Von Anfang an war mir klar, dass der Konkurrenzkampf um die 23 Plätze sehr hart und eng sein wird. Ich habe mein Bestes gegeben. Wie die jüngeren Spieler bin auch ich enttäuscht“, erklärte Cacau, der das Trainingslager im französischen Tourrettes bereits wieder verlassen hat.
Etwas lockerer gingen die drei Youngster mit der Nichtberücksichtigung durch den Bundestrainer um. „Die Einladung in den erweiterten EM-Kader war für mich schon ein Riesenerfolg“, sagte der 18-jährige Julian Draxler. Keeper ter Stegen, der gegen die Schweiz nicht seinen besten Tag erwischte, blickte dagegen schon in die Zukunft: „Ich hoffe auch, dass ich bald wieder einmal eine Chance bekommen werde.“
Auch dem Dortmunder Sven Bender tat die Entscheidung „selbstverständlich leid, dass ich nach Hause fahren muss. Gleichzeitig freue ich mich für meinen Bruder Lars, dass er bei der EM dabei sein wird.“ Lars Bender wird bei der EM im defensiven Mittelfeld gebraucht, kann aber bei Bedarf auch auf dem rechten Verteidigerposten eingesetzt werden.
Mit seinem 23-Mann-Kader rückt der Bundestrainer bei der Endrunde immer weiter an die favorisierten Spanier heran. Die Iberer gehen mit einer Titelquote von 1.57 in das Turnier, Deutschland wird bereits mit 1213.00 angesetzt. Nur die Niederländer können mit ihrer Titelquote von 2223.00 noch mithalten.
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